Tarifarbeit

Jahrestag der Mahnwache

Berliner Feuerwehr

Jahrestag der Mahnwache

Feuerwehr ver.di FB 7 Mahnwache Feuerwehr

27. März 2019

Betriebsgruppeninfo "Jahrestag Mahnwache"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Kameradinnen und Kameraden !

Heute vor einem Jahr war der erste Tag unserer Mahnwache vor dem Roten Rathaus unter dem Motto „BerlinBrennt“. Seit dem ist einiges geschehen und ich möchte hier noch einmal kurz zusammenfassen, wie es dazu kam. Eine erneute Diskussion darüber, welche Ergebnisse erzielt worden sind und ob und wie zufrieden ich oder wir als ver.di damit sind, möchte ich hiermit nicht auslösen. Nur so viel sei gesagt: wir, die drei im Personalrat bei der Berliner Feuerwehr vertretenen Gewerkschaften (ver.di, GdP und DFeuG) arbeiten weiterhin vertrauensvoll zusammen und haben im vergangenen Jahr viele Termine rund um die Themen der „Tonne“ wahrgenommen und werden dies auch weiterhin tun. Insbesondere freuen wir uns auch, dass wir mit dem Landesfeuerwehrverband einen starken Partner an unserer Seite haben, mit dem wir uns in vielen Punkten abgestimmt haben und gemeinsam in Beratungen aufgetreten sind und auch weiterhin treten werden.

Chronik der Mahnwache „BerlinBrennt“
15. Juni 17: Ein Kollege möchte Informationen u.a. aus der Personalratsarbeit über neue Medien in der Belegschaft verbreiten und gründet hierfür eine WhatsApp-Gruppe.
25. Februar 18: Die magische Zahl (Obergrenze) von 256 Mitgliedern ist erreicht, der „Feuerwehr-Flash-Info“ zieht zu Telegram um und hat in besten Zeiten über 900 Mitglieder (u.a. liest auch die Presse mit)! Im Laufe der Posts kristallisiert sich heraus, dass es Zeit für eine Aktion ist!
8. März 18: Ein Kollege verweist auf eine Aktion der Hamburger Feuerwehr und schlägt vor in Berlin dies unter dem Motto „BerlinBrennt“ durchzuführen.
10. März 18: Ein Kollege postet in den Chat, dass die erste Feuertonne mit dem Motto „BERLIN BRENNT“ einsatzbereit ist.
12. März 18: Auf der Mitgliederversammlung der ver.di-Betriebsgruppe wird über die Entwicklung im Chat berichtet.
15. März 18: Erste ver.di-Aktion mit Tonne am Kombi Bad Seestraße zur Unterstützung der Demo bei den Bäderbetrieben. Anwesend waren Stefan, Hagen und ein Junger Koll. der Wache 5100. Später kommen noch 2 weitere Kollegen dazu. Im Gespräch mit den Kollegen werden erste Ideen zur Gestaltung einer größeren Aktion für die Feuerwehr diskutiert.
18. u. 19. März 18: Mehrere Telefonkonferenzen zur Absprache einer Demonstration in Form einer Mahnwache vor dem Roten Rathaus, eine Idee die u.a. wiederholt im Chat auftauchte.
21. März 18: Der ver.di-Fachbereich Gemeinden wird über den Betriebsgruppenbeschluss für eine Demo vor dem Roten Rathaus unterrichtet.
22. März 18: Demonstrationsanmeldung durch eine hauptamtliche ver.di-Mitarbeiterin, als Versammlungsleiter wurde ich genannt und Beantragt wurde:
„Es soll eine Mahnwache die am 26.03. beginnt und bis zum 1.04. ca. 21:00 Uhr andauern soll. 24 Stunden lang stehen Feuerwehrleute an der Tonne, um auf die prekäre Situation der Feuerwehr aufmerksam zu machen.“
23. März 18: In einer Presseerklärung des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg wird auf die geplante Mahnwache von Feuerwehrleuten vor dem Roten Rathaus hingewiesen.
26. März 18: Offizieller Start der Dauerdemo um 9:00 Uhr mit medialem Interesse. DFeuG und GdP unterstützen die ver.di-Aktion.
28. März 18: Der Hauptpersonalrat fordert Innensenator Geisel zum „Gespräch an der Tonne“ auf, dieser folgt der Aufforderung am gleichen Abend trotz Urlaub und Erkrankung!
02. April 18: Nach vielen Nachfragen vor Ort bringt der Feuerwehr-Fanshop erste Aufkleber zur Mahnwache, es folgen weitere Merchandising-Artikel mit dem Logo.
03. April 18: Die Senatskanzlei (Büro des Regierenden) nimmt Kontakt zur ver.di-Landesleitung auf, zu dieser Zeit hatte der Senat „Osterferien“ und der Regierende war auf Auslandsreise.
04. April 18: Erstes von Insgesamt 3 Treffen der ehrenamtlichen Gewerkschaftsspitzen zur Vorbesprechung mit dem Innen- bzw. dem Finanzsenator.
etc. …
Am Ende wurde es eine 36-Tage-Dauermahnwache, aus einem Protest wurde eine schriftliche Vereinbarung zwischen Innensenator und den drei beteiligten Gewerkschaften.
Aus eingegangenen Spenden und dem Erlös der Merchandising-Artikeln konnte der Berliner Jugendfeuerwehr ein Scheck über 10.000 € überreicht werden. Dem Regierenden Bürgermeister von Berlin wurden elf Ordner mit über 94.000 Unterstützer-Unterschriften übergeben, die vor Ort und in einer Onlinpetition gesammelt wurden.
Und vielen Kolleg*innen und Kamerad*innen konnte ein Stück „Wir Gefühl“ zurückgegeben werden. Es war unser „Berliner Feuerwehr-Frühjahrs-Märchen“!
Ich hoffe weiterhin, dass es nicht bei einem Märchen bleibt, die Verantwortlichen sich an die Vereinbarungen halten und auch weitere Vereinbarungen zielführend zur Verbesserung der Situation beitragen. Neue Termine sind bereits gemacht und auch die Ergebnisse der Tarifverhandlungen müssen dringend umgesetzt und auf die Beamten ungesetzt werden.
Mein Apell lautet daher: gemeinsam müssen wir für eine bessere Situation in unserer Berliner Feuerwehr einstehen und zusammen dafür sorgen, dass wir bald wieder stolz auf das sind was wir alle leisten.

Mit kollegialen Grüßen
Stefan Ehricht
Betriebsgruppensprecher
[cid:image005.jpg@01D41E6E.581BCDC0]
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Betriebsgruppe Feuerwehr Berlin
Köpenicker Straße 30 • 10179 Berlin
Telefon: +49 30 / 91 55 98 20
Mail: verdi.fw.berlin@mail.de<mailto:verdi.fw.berlin@mail.de>
www.feuerwehr.verdi.de<http://www.feuerwehr.verdi.de/>

15. Mai 2018 - ver.di TV

Eine Tonne schreibt Geschichte

Feuerwehrleute aus ganz Berlin standen 5 Wochen mit einer brennenden Tonne vor dem Roten Rathaus. Mit ihrer Mahnwache machten sie auf die Missstände bei der Berliner Feuerwehr aufmerksam – Personalmangel, zahllose Überstunden, schlechte Bezahlung, marode Technik. Als der Berliner Senat versprach, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, wurde die Tonne gelöscht. Sie wird wieder entflammen, sollten die Versprechungen nicht eingehalten werden. (Quelle: verdi TV)
https://www.verdi.de/verditv?mivstoredata=28d653768eYToyOntzOjc6ImNtZF92aWQiO2k6MTI2NzAwNztzOjExOiJjbWRfZXhlY3V0ZSI7aToxO30,

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Am 30. April 2018 wurde an der Mahnwache die Gemeinsame Erklärung des Senators für Inneres und Sport und den Gewerkschaften unterschrieben.
1. Einführung der 44-Stunden-Woche
2. Erhöhung und Ausweitung der Feuerwehrzulage
3. Vergütung der geleisteten Überstunden
4. Eingruppierung der Notfallsanitäter*innen
5. Geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Alarmzahlen
6. Fortsetzung der Gespräche

(Die gemeinsame Erklärung im Wortlaut: Siehe PDF-Datei)

Feuerwehr (me) Feuerwehr Mahnwache  – 30. April 2018
Feuerwehr (me) Feuerwehr Mahnwache  – 30. April 2018

 

 

 

 

 

 

Solidaritätsadresse von Public Services International (siehe PDF Datei)

 

25. April 2018: P R E S S E I N F O R M A T I O N

Berlin brennt: Feuerwehr Aktion in der fünften Woche

Die Feuerwehraktion „Berlin brennt“ läuft jetzt in der fünften Woche. Seit dem 26. März 2018 stehen rund um die Uhr Berliner Feuerwehrleute mit einer Feuertonne vor dem Roten Rathaus in Berlin-Mitte, um auf die brenzlige Situation bei der Feuerwehr aufmerksam zu machen. Bei einem ersten Gespräch beim Berliner Innensenator Geisel (SPD) am 16. April 2018 mit den Gewerkschaften ver.di, GdP und DFeuG konnten erste Erfolge erzielt werden. Innensenator Geisel sicherte deutliche Verbesserungen zu. Die angesprochenen Themen betrafen Regelungen zur Einführung der 44 –Stunden-Woche, die Auszahlung der angehäuften Überstunden, die Anhebung der Feuerwehrzulage und die Eingruppierung der Notfallsanitäter. Die drei an den Gesprächen beteiligten Gewerkschaften sind sich einig, dass dem Gespräch mit Innensenator Geisel unverzüglich auch verbindliche und verlässliche Zusagen folgen müssen. Die Gewerkschaften sind weiterhin bereit, mit Gesprächen und Verhandlungen den Konflikt zu lösen. Grundvoraussetzung sei aber, dass der Senat ernsthafte Anstrengungen unternimmt, um die schwierige Situation bei der Berliner Feuerwehr zu lösen. Dazu muss er den Feuerwehrleuten, die seit über vier Wochen gegen die unhaltbaren Zustände bei der Feuerwehr protestieren, auch materiell entgegenkommen.

Die Tonnen-Aktion vor dem Roten Rathaus geht solange weiter, bis es eine einvernehmliche Lösung in dem Konflikt gibt.

https://www.morgenpost.de/berlin/article214122311/Personalmangel-bei-der-Feuerwehr-gefaehrdet-den-Betrieb.html

 

Feuerwehr (me) Feuerwehr

Erstes Gespräch zur Verbesserung der Arbeitssituation bei der Feuerwehr am 16. Apruil 2018

Zu den Ergebnissen siehe Info Nummer 1. Nach dem Gespräch stellte sich der Innensenator den Fragen von Kolleginnen und Kollegen.

 

 

 

 

Feuerwehr (me) 10. April Unterstützung
Feuerwehr (me) Unterstützung

10. April 2018:

Solidaritätsaktion vor dem Roten Rathaus für die Beschäftigten der Berliner Feuerwehr. Nach der Warnstreikkundgebung, anlässlich der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst, zogen Beschäftigte zum Roten Rathaus, um die Kolleginnen und Kollegen der Berliner Feuerwehr zu unterstützen.
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9. April 2018

Berlin Feuerwehr: Ausgebrannt! Ein Video zur Mahnwache unserer Kolleginnen und Kollegen bei ver.di-TV und Youtube.

https://www.verdi.d/verditv?mivstoredata=0a849b8655YToyOntzOjc6ImNtZF92aWQiO2k6MTI1OTIxMTtzOjExOiJjbWRfZXhlY3V0ZSI7aToxO30,

https://www.youtube.com/watch?v=d-oermo5zr0

 

9. April 2018

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Berlin brennt: Feuerwehr Aktion geht in die dritte Woche

Die Feuerwehraktion „Berlin brennt“ geht jetzt in die dritte Woche. Seit dem 26. März 2018 stehen rund um die Uhr Berliner Feuerwehrleute mit einer Feuertonne vor dem Roten Rathaus in Berlin-Mitte, um auf die brenzlige Situation bei der Feuerwehr aufmerksam zu machen.

„Es gibt zu wenig Personal, die Besoldung ist schlecht, die Wachen sind marode. Es ist höchste Zeit, dass der Senat reagiert und die massiven Probleme anpackt“, so Roland Tremper, stellvertretender ver.di-Landesbezirksleiter. Eine Lösung des Feuerwehrkonfliktes ist derzeit allerdings nicht in Sicht. Der Regierende Bürgermeister weilt in Jordanien und die Senatsgeschäfte laufen nach einer Osterpause erst langsam wieder an.

„Dieses auf-Zeit-Spielen strapaziert die Geduld der protestierenden Feuerwehrleute. Das könnte ein Spiel mit dem Feuer sein“, so Roland Tremper. Die Aktion erfahre unglaublich viel Solidarität aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Die rigorose Sparpolitik der vergangenen Jahre hat in vielen Behörden und Dienststellen drastische Schäden verursacht, die sehr oft zulasten der Beschäftigten gehen. „Wenn der Senat nicht bald reagiert und ernsthaft und zielorientiert mit den Feuerwehrleuten verhandelt, droht eine Ausweitung des Protestes zum Flächenbrand“, sagte Roland Tremper.

ver.di setzt darauf, dass mit Gesprächen und Verhandlungen der Konflikt gelöst wird. „Wir sind gesprächsbereit“, betonte Roland Tremper.

27. März 2018: Berliner Zeitung
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/-berlin-brennt---100-feuerwehrmaenner-demonstrieren-vor-dem-roten-rathaus-29928070

26. März 2018: rbb aktuell
https://www.rbb-online.de/rbbaktuell/

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Der momentane Zustand bei der Berliner Feuerwehr ist nach jahrelangen Sparzwängen des Senates nicht mehr nur noch besorgniserregend, sondern katastrophal", sagt ver.di-Betriebsgruppensprecher  Stefan Ehricht.

"Durch fehlendes Personal, Mangelplanung, falsche Dienstplangestaltung und die geringste Alimentierung im gesamten Bundesgebiet hat man es geschafft, nun auch noch die letzten motivierten Kollegen ihres überengagierten Einsatzes zu berauben. Nicht zuletzt durch fehlerhafte Alimentierung und wieder eingeführte 'Wanderbesetzungen' anderer Dienststellen werden die Kollegen der Berliner Feuerwehr über die Belastungsgrenze hinweg ausgebeutet."

Um öffentlichwirksam auf die Dramatik dieser Situation aufmerksam zu machen, werden Kolleginnen und Kollegen der Berliner Feuerwehr ab Montag, 26. März 2018 09.00 Uhr, eine Mahnwache vor dem Roten Rathaus abhalten. Unter dem Motto "Berlin brennt" werden sie eine Woche lang 24 Stunden täglich an einer symbolischen Feuertonne stehen und interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Situation informieren. 

Die Feuertonne steht symbolisch für die Situation bei der Berliner Feuerwehr. Auch Politikerinnen und Politiker aus dem Roten Rathqus sind ausdrücklich zum Gespräch an der Feuertonne eingeladen.

Die Forderungen sind neben einer bedarfsgerechten Personalausstattung u.a. die Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, eine kurzfristige Erneuerung des überalterten Fuhrparks, besonders bei den Löschfahrzeugen, und ein Konzept für die Abfederung der kommenden Pensionierungswelle.