Soziales- , Kinder- und Jugendhilfe

Wieder mal nur "heiße Luft"

Berlin

Wieder mal nur "heiße Luft"

(17. August 2018)

Quelle: rbb Abandschau/Nachrichten I
+++ Berlin und Stettin wollen gemeinsam gegen internationale Autoschieber vorgehen +++ Neonazi-Demo in Spandau muss andere Route nehmen +++ Sozialarbeiter-Protest in Marzahn-Hellersdorf gegen die Unterausstattung der Jugendämter +++ Lagerhallenbrand in Licherfelde +++ Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird ab Ende 2019 umgestaltet +++

https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.html

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(16. August 2018)

Aktion „Wieder nur heiße Luft?“ – Sozialarbeiter/innen aus Marzahn-Hellersdorf protestieren

Sozialarbeiter/innen des Regionalen Sozialpädagogischen Dienstes Marzahn-Hellersdorf protestierten am Donnerstag, dem 16. August 2018 von 10 – 12 Uhr auf dem Alice-Salomon-Platz für eine bessere personelle Ausstattung und die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

Seit längerer Zeit ist bekannt, dass die Regionalsozialpädagogischen Dienste der Berliner Jugendämter personell und materiell zu schlecht ausgestattet sind. „Ein Treffen der zwölf für diesen Bereich verantwortlichen Stadträte mit der Senatsverwaltung, in dem es um tatsächliche Verbesserungen für die Beschäftigten ging, hat leider zu keinen spürbaren Verbesserungen geführt“, sagt Anna Sprenger, zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di.

Außer Bekundungen, dass man auf der Seite der Sozialarbeiter/innen stehe und ihre Forderungen unterstütze, ist nichts passiert. Aus Sicht der Sozialarbeiter/innen nichts weiter als wieder nur „heiße Luft“. Bis heute hat sich nichts im RSD verbessert.

Zu den erforderlichen  Verbesserungen gehört eine Begrenzung der von den Beschäftigten zu bearbeitenden Fälle. Denn nur durch eine fach- und sachgerechte Fallzahlenbegrenzung ist es möglich, Kinder umfassend am Hilfeprozess zu beteiligen, Familien zuzuhören und mit Ihnen nach eigenen Lösungen für schwierige Lebenssituationen zu suchen.

Eine deutlich bessere Bezahlung der Sozialarbeiter/innen ist erforderlich, um den Beruf attraktiver zu machen und die höchst verantwortungsvolle Arbeit wertzuschätzen. Für Berufseinsteiger muss es eine Einarbeitungszeit von mindestens 6 – 12 Monaten geben. Zudem sollte eine unabhängige Ombudsstelle für Fachkräfte eingerichtet werden. Es müssen mehr finanzielle Ressourcen zur Bewältigung der Aufgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Prävention und Hilfen zur Erziehung) zur Verfügung gestellt werden.

Für Rückfragen: Anna-Caroline Sprenger, Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Gemeinden, ver.di Bezirk Berlin
Telefon: 030 / 8866-5374, mobil: 0175 / 57 38 863.

Weitere Links:

https://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article215096977/Gewerkschaft-Verdi-ruft-Sozialarbeiter-zum-Protest-auf.html