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Feuerwehr ver.di FB 7 Mahnwache Feuerwehr

Betriebsgruppeninfo "Jahrestag Mahnwache"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Kameradinnen und Kameraden !

Heute vor einem Jahr war der erste Tag unserer Mahnwache vor dem Roten Rathaus unter dem Motto „BerlinBrennt“. Seit dem ist einiges geschehen und ich möchte hier noch einmal kurz zusammenfassen, wie es dazu kam. Eine erneute Diskussion darüber, welche Ergebnisse erzielt worden sind und ob und wie zufrieden ich oder wir als ver.di damit sind, möchte ich hiermit nicht auslösen. Nur so viel sei gesagt: wir, die drei im Personalrat bei der Berliner Feuerwehr vertretenen Gewerkschaften (ver.di, GdP und DFeuG) arbeiten weiterhin vertrauensvoll zusammen und haben im vergangenen Jahr viele Termine rund um die Themen der „Tonne“ wahrgenommen und werden dies auch weiterhin tun. Insbesondere freuen wir uns auch, dass wir mit dem Landesfeuerwehrverband einen starken Partner an unserer Seite haben, mit dem wir uns in vielen Punkten abgestimmt haben und gemeinsam in Beratungen aufgetreten sind und auch weiterhin treten werden.

Chronik der Mahnwache „BerlinBrennt“
15. Juni 17: Ein Kollege möchte Informationen u.a. aus der Personalratsarbeit über neue Medien in der Belegschaft verbreiten und gründet hierfür eine WhatsApp-Gruppe.
25. Februar 18: Die magische Zahl (Obergrenze) von 256 Mitgliedern ist erreicht, der „Feuerwehr-Flash-Info“ zieht zu Telegram um und hat in besten Zeiten über 900 Mitglieder (u.a. liest auch die Presse mit)! Im Laufe der Posts kristallisiert sich heraus, dass es Zeit für eine Aktion ist!
8. März 18: Ein Kollege verweist auf eine Aktion der Hamburger Feuerwehr und schlägt vor in Berlin dies unter dem Motto „BerlinBrennt“ durchzuführen.
10. März 18: Ein Kollege postet in den Chat, dass die erste Feuertonne mit dem Motto „BERLIN BRENNT“ einsatzbereit ist.
12. März 18: Auf der Mitgliederversammlung der ver.di-Betriebsgruppe wird über die Entwicklung im Chat berichtet.
15. März 18: Erste ver.di-Aktion mit Tonne am Kombi Bad Seestraße zur Unterstützung der Demo bei den Bäderbetrieben. Anwesend waren Stefan, Hagen und ein Junger Koll. der Wache 5100. Später kommen noch 2 weitere Kollegen dazu. Im Gespräch mit den Kollegen werden erste Ideen zur Gestaltung einer größeren Aktion für die Feuerwehr diskutiert.
18. u. 19. März 18: Mehrere Telefonkonferenzen zur Absprache einer Demonstration in Form einer Mahnwache vor dem Roten Rathaus, eine Idee die u.a. wiederholt im Chat auftauchte.
21. März 18: Der ver.di-Fachbereich Gemeinden wird über den Betriebsgruppenbeschluss für eine Demo vor dem Roten Rathaus unterrichtet.
22. März 18: Demonstrationsanmeldung durch eine hauptamtliche ver.di-Mitarbeiterin, als Versammlungsleiter wurde ich genannt und Beantragt wurde:
„Es soll eine Mahnwache die am 26.03. beginnt und bis zum 1.04. ca. 21:00 Uhr andauern soll. 24 Stunden lang stehen Feuerwehrleute an der Tonne, um auf die prekäre Situation der Feuerwehr aufmerksam zu machen.“
23. März 18: In einer Presseerklärung des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg wird auf die geplante Mahnwache von Feuerwehrleuten vor dem Roten Rathaus hingewiesen.
26. März 18: Offizieller Start der Dauerdemo um 9:00 Uhr mit medialem Interesse. DFeuG und GdP unterstützen die ver.di-Aktion.
28. März 18: Der Hauptpersonalrat fordert Innensenator Geisel zum „Gespräch an der Tonne“ auf, dieser folgt der Aufforderung am gleichen Abend trotz Urlaub und Erkrankung!
02. April 18: Nach vielen Nachfragen vor Ort bringt der Feuerwehr-Fanshop erste Aufkleber zur Mahnwache, es folgen weitere Merchandising-Artikel mit dem Logo.
03. April 18: Die Senatskanzlei (Büro des Regierenden) nimmt Kontakt zur ver.di-Landesleitung auf, zu dieser Zeit hatte der Senat „Osterferien“ und der Regierende war auf Auslandsreise.
04. April 18: Erstes von Insgesamt 3 Treffen der ehrenamtlichen Gewerkschaftsspitzen zur Vorbesprechung mit dem Innen- bzw. dem Finanzsenator.
etc. …
Am Ende wurde es eine 36-Tage-Dauermahnwache, aus einem Protest wurde eine schriftliche Vereinbarung zwischen Innensenator und den drei beteiligten Gewerkschaften.
Aus eingegangenen Spenden und dem Erlös der Merchandising-Artikeln konnte der Berliner Jugendfeuerwehr ein Scheck über 10.000 € überreicht werden. Dem Regierenden Bürgermeister von Berlin wurden elf Ordner mit über 94.000 Unterstützer-Unterschriften übergeben, die vor Ort und in einer Onlinpetition gesammelt wurden.
Und vielen Kolleg*innen und Kamerad*innen konnte ein Stück „Wir Gefühl“ zurückgegeben werden. Es war unser „Berliner Feuerwehr-Frühjahrs-Märchen“!
Ich hoffe weiterhin, dass es nicht bei einem Märchen bleibt, die Verantwortlichen sich an die Vereinbarungen halten und auch weitere Vereinbarungen zielführend zur Verbesserung der Situation beitragen. Neue Termine sind bereits gemacht und auch die Ergebnisse der Tarifverhandlungen müssen dringend umgesetzt und auf die Beamten ungesetzt werden.
Mein Apell lautet daher: gemeinsam müssen wir für eine bessere Situation in unserer Berliner Feuerwehr einstehen und zusammen dafür sorgen, dass wir bald wieder stolz auf das sind was wir alle leisten.

Mit kollegialen Grüßen
Stefan Ehricht
Betriebsgruppensprecher
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Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Betriebsgruppe Feuerwehr Berlin
Köpenicker Straße 30 • 10179 Berlin
Telefon: +49 30 / 91 55 98 20
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