Tarifarbeit

Erfolgreiche Warnstreiks

Tarifrunde 2017 (TdL)

Erfolgreiche Warnstreiks

Heute am 16. Februar 2017 streikten die Azubis und beteiligten sich an der Streikkundgebung vor dem Verhandlungsort in Potsdam.

Weitere Fotos unter: https://drive.google.com/folderview?id=0BzVPIW4AxAQ7SnBNdGhuZHFVbnc

Berlin, 15. Februar 2017

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Warnstreik im Berliner Landesdienst: Auch am zweiten Tag große Beteiligung

Auch am zweiten Warnstreiktag in dieser Woche haben sich erneut zahlreiche Berliner Landesbeschäftigte – heute vorrangig aus dem Sozial-und Erziehungsdienst – am Warnstreik beteiligt. An der zentralen Demonstration, die gegen 10.00 Uhr am Wittenbergplatz begann und zum Rathaus Schöneberg führte, haben sich nach ver.di-Angaben 8.000 Beschäftigte beteiligt. ver.di hatte die Beschäftigten in den Kitas, Schulhorten und den Berliner Hochschulen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Vor dem Rathaus Schöneberg sagte Roland Tremper, stellvertretender ver.di-Landesbezirksleiter: „Ich fordere für den Berliner öffentlichen Dienst eine Exzellenzinitiative, damit deutlich wird, wie wichtig die Leistung der Beschäftigten für die gesamte Gesellschaft ist“. Roland Tremper wies darauf hin, dass den Beschäftigten in den Sozialen-, Erziehungs- und Pflegeberufen wesentlich mehr Wertschätzung und eine deutliche Einkommensaufwertung zukommen muss.

Die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten werden ab Donnerstag, dem 16. Februar in Potsdam in einer dritten Verhandlungsrunde fortgesetzt.

Berlin, 14. Februar 2017

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Tarifrunde für die Landesbeschäftigten: Große Beteiligung am Berliner Warnstreik

Am heutigen Warnstreik in Berlin haben sich nach ver.di-Angaben über 8.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes der Stadt beteiligt. Die meisten Kindertagesstätten blieben geschlossen, in vielen Bereichen wie Schulhorten oder Bezirksämtern war durch den Warnstreik ein nur eingeschränkter Betrieb möglich.

Bei der Kundgebung auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor sagte ver.di-Landesbezirksleiterin Susanne Stumpenhusen: „Zwei Verhandlungstermine sind ergebnislos verlaufen. Wenn verhandeln nichts nützt, muss gehandelt werden!“. Susanne Stumpenhusen wies in ihrer Rede vor den Streikenden auf die besondere Berliner Problemlage hin. Die jahrelange Sparpolitik habe schwere Folgen u.a. für die Personalsituation im Berliner öffentlichen Dienst verursacht. Zudem würde in den kommenden Jahren fast jeder fünfte Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Wenn es jetzt nicht gelingt, durch vernünftige Arbeits- und Einkommensbedingungen Nachwuchs zu gewinnen, würden sich die Probleme deutlich verschärft. „Eine funktionierende Stadt braucht einen funktionierenden öffentlichen Dienst, von dem schließlich auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren“, fasste sie zusammen.

Die Berliner Sozialarbeiter/innen und Erzieher/innen waren am Warnstreik besonders stark beteiligt. Der Grund dafür ist ihre Bezahlung nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten, der aktuell verhandelt wird. In den meisten anderen Bundesländern werden die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst nach dem für diese Berufsgruppen günstigeren kommunalen Tarifvertrag bezahlt. „Selbst in Kleinkleckersdorf werden die Erzieherinnen besser bezahlt als in Berlin, daher ist eine Angleichung ihrer Einkommen überfällig“, sagte Susanne Stumpenhusen und wies darauf hin, dass es schon jetzt immer schwieriger werde, für diese anspruchsvollen Berufe in Berlin Nachwuchs zu finden.

Die nächste bundesweite Verhandlungsrunde für die Landesbeschäftigten beginnt am kommenden Donnerstag, dem 16. Februar 2017 in Potsdam. Wenn es dort nicht gelingt, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden, ist eine weitere Eskalation des Konfliktes, bei der auch weitere Warnstreiks denkbar sind, nicht ausgeschlossen.

Berlin, 26. Januar 2017

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Tarifrunde für die Landesbeschäftigten:

Berliner Warnstreik erfolgreich

Am heutigen Donnerstag, dem 26. Januar 2017 haben knapp 4.000 Beschäftigte des Berliner öffentlichen Dienstes gemeinsam am Bahnhof Friedrichstrasse demonstriert. Es haben sich Beschäftigte aus vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes, so zum Beispiel aus der Verwaltung, den Kitas, Horten, den Hochschulen, Kinder- und Jugendambulanzen Ki.D.T.  und dem Technikmuseum beteiligt. „Wir sind sicher, dass dieses Warnstreiksignal auch von den Arbeitgebern gehört wird, mit denen am Montag weiter über Einkommensverbesserungen für die Landesbeschäftigten verhandelt wird“, sagte Astrid Westhoff, Tarifexpertin des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg. Grundsätzlich streben die Gewerkschaften unter der Führung von ver.di eine Verhandlungslösung an. „In der ersten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche gab es aber kein Angebot der Arbeitgeber, daher ist es notwendig zu zeigen, dass die Beschäftigten auch bereit sind, für ihre Forderungen auf die Straße zu gehen u  nd notfalls auch zu streiken“, so Astrid Westhoff.

Schwerpunkt des heutigen Warnstreiks war der Sozial- und Erziehungsdienst. So waren heute viele Kitas und Horte, Bezirks- und Jugendämter betroffen. Nach Schätzungen von ver.di war über die Hälfte der Kitas komplett geschlossen, in den meisten anderen lief ein nur stark eingeschränkter Betrieb.

Die Gewerkschaften fordern in der Tarifrunde ein Gesamtvolumen von sechs Prozent. Für die Berliner Beamtinnen und Beamten fordern die Gewerkschaften die Übernahme der Tarifergebnisse ohne Abstriche.

In Berlin fallen etwa 100.000 Beschäftigte unter den Tarifvertrag der Länder, davon knapp 13.000 im Sozial- und Erziehungsdienst und 15.000 Lehrkräfte. Mittelbar von der Tarifrunde betroffen sind die Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin.

Die zweite der insgesamt drei geplanten Runden der Tarifverhandlungen findet am 30./31. Januar 2017 in Potsdam statt.

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